⚡ Besoldungsrunde 2026: Alle 16 Bundesländer im Vergleich zum TV-L (Stand: Mai 2026)

Die Tarifeinigung für den TV-L vom Februar 2026 ist der Taktgeber für die Beamtenbesoldung in fast allen Bundesländern. Doch die Übertragung auf die Beamtenschaft fällt höchst unterschiedlich aus – von vorziehten Erhöhungen bis zu deutlichen Verzögerungen. Wir liefern dir den aktuellen Überblick für alle 16 Bundesländer, inklusive Gesetzentwürfe und Zusagen.

📊 Die Besoldungsrunden 2026-2028 im Ländervergleich

Stand: 1. Mai 2026. Grün = Besser/gleich wie TV-L, Orange = Schlechter/Abweichend.

Bundesland ab 2026 2027 2028 Status
Baden-Württemberg01.04.2026+2,8%1+2,0%+1,0%Zusage (Apr. 26)
Bayern01.10.2026+2,82%+2,0%+1,0%6 Monate verzögert
Berlin01.04.2026+3,8%+2,0%Gesetzentwurf (Apr. 26)
Hessen01.07.2026+3,0%2+2,8%TV-H Einigung (Mrz. 26)
Niedersachsen01.04.2026+2,8%3offenoffenGesetzentwurf (Apr. 26)
Nordrhein-Westfalen01.04.2026+3,36%4+2,0%+1,0%Gewerkschaftsmeldung
Rheinland-Pfalz01.04.2026+2,8%1+2,0%+1,0%Koalitionsvertrag (Mai 26)
Sachsen01.04.2026+2,82%+2,0%+1,0%Gesetzentwurf (Apr. 26)
Sachsen-Anhalt01.04.2026+2,8%+2,0%+1,0%Gesetzentwurf (Mrz. 26)
Schleswig-Holstein01.01.2026+4,0%+3,8%Gesetzentwurf (Apr. 26)
Thüringen01.04.2026+2,8%1+2,0%+1,0%Zusage (Feb. 26)
1 dynamisierte Zulagen: +2,82% · 2 Mindestbetrag: 110 € · 3 Mindestbetrag: 100 € · 4 Nur Grundgehalt, Zulagen +2,8%

🗓️ Die aktuelle Chronologie der Besoldungsrunde

Die wichtigsten Ereignisse der letzten Wochen im Überblick:

  • 01. Mai 2026Rheinland-Pfalz: Koalitionsvertrag bestätigt die zeitgleiche und systemgerechte Übertragung des TV-L.
  • 29. April 2026Berlin: Gesetzentwurf für +3,8% ab 01.04.2026 vorgelegt.
  • 24. April 2026Mecklenburg-Vorpommern: Referentenentwurf für 2,8%/2,0%/1,0% vorgelegt.
  • 21. April 2026Schleswig-Holstein: Gesetzentwurf mit überproportionalen Erhöhungen (2025: +3,2%, 2026: +4,0%, 2027: +3,8%).
  • 17. April 2026Baden-Württemberg: Übertragung wird mit dem Juligehalt ausgezahlt.
  • 01. April 2026Sachsen: Gesetzentwurf für +2,82% (linear, ohne Sockel) liegt vor.

🔍 Was bedeuten die Abweichungen für dich?

  • Verbesserungen (grün): Berlin (3,8%), NRW (3,36% laut GdP), Hessen (3,0% im TV-H) und Schleswig-Holstein (4,0%) bieten dir deutlich mehr als den TV-L. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Besoldungstabellen.
  • Abweichungen (orange/gelb): Bayern verschiebt die Erhöhung um sechs Monate. Sachsen verzichtet auf den Sockelbetrag (100 €) und erhöht linear um 2,82% – das kann für niedrige Besoldungsgruppen nachteilig sein.
  • Sonderfall Niedersachsen: Der Gesetzentwurf enthält keine Erhöhungen für 2027/2028 – hier ist eine zweite Gesetzesnovelle geplant.

📌 Unser Tipp: Nutze die Tabellen und Rechner auf besoldungsrechner.com, um deine individuelle Besoldung für dein Bundesland und deine Besoldungsgruppe präzise zu berechnen.

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