Erfahrungsstufen erklärt

Erfahrungsstufen bei Beamten erklärt

Innerhalb jeder Besoldungsgruppe steigt das Grundgehalt eines Beamten nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise über sogenannte Erfahrungsstufen — meist acht Stufen pro Besoldungsgruppe. Je höher die Stufe, desto höher das Grundgehalt bei gleicher Besoldungsgruppe.

Wie schnell steigt man in die nächste Stufe auf?

Der Aufstieg erfolgt automatisch nach einer bestimmten Anzahl von Dienstjahren — die genauen Zeiträume unterscheiden sich je nach Bundesland und Besoldungsordnung, folgen aber meist einem ähnlichen Muster:

StufeTypischer Aufstieg nach
1 → 22 Jahren
2 → 3weiteren 3 Jahren
3 → 4weiteren 3 Jahren
4 → 5weiteren 3 Jahren
5 → 6weiteren 4 Jahren
6 → 7weiteren 4 Jahren
7 → 8 (Endstufe)weiteren 4 Jahren

Richtwerte — die exakten Zeiträume variieren je nach Bundesland. Prüfe die Stufenentwicklung für dein Bundesland direkt im Rechner.

Wie groß ist der Unterschied zwischen Stufe 1 und der Endstufe?

Erheblich: Zwischen der Einstiegsstufe und der höchsten Erfahrungsstufe liegen je nach Besoldungsgruppe oft 25–35 % mehr Grundgehalt. Das bedeutet, allein durch Dienstjahre — ohne Beförderung in eine höhere Besoldungsgruppe — steigt das Gehalt spürbar.

Werden frühere Berufsjahre angerechnet?

Teilweise: Einschlägige Berufserfahrung vor der Verbeamtung kann bei der Einstellung anerkannt und auf eine höhere Einstiegsstufe angerechnet werden — das hängt vom Bundesland und der jeweiligen Tätigkeit ab und sollte individuell mit der Personalstelle geklärt werden.

💡 Mit unserem Besoldungsrechner kannst du über den Button „Stufenentwicklung als Diagramm anzeigen“ direkt sehen, wie sich dein Gehalt über alle Erfahrungsstufen in deinem Bundesland entwickelt.

Nach oben scrollen