Besoldungsrunde Niedersachsen 2026

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Niedersachsen – Besoldungsanpassung 2026: Was Beamte jetzt wissen müssen

Niedersachsen überträgt das Tarifergebnis des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L) systemgerecht und in voller Höhe auf seine Beamten, Richter und Versorgungsempfänger. Finanzminister Gerald Heere (Grüne) hat dies mehrfach bekräftigt — zuletzt am 12. März 2026 in einem direkten Gespräch mit Gewerkschaftsvertretern. Zusätzlich hat der Landtag bereits im März 2026 eine rückwirkende Einmalzahlung für das Jahr 2025 beschlossen.

Geplante Besoldungserhöhungen für niedersächsische Beamte

  • ab 01.04.2026: +2,8 %, mindestens 100 € monatlich
  • ab 01.03.2027: weitere +2,0 %
  • ab 01.01.2028: weitere +1,0 %

Die Übertragung wird in einem gesonderten Gesetzgebungsverfahren geregelt, das auch die aktuelle Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur amtsangemessenen Alimentation berücksichtigt.

Einmalzahlung für 2025 bereits beschlossen

Noch bevor die eigentliche Besoldungserhöhung greift, hat der Niedersächsische Landtag am 3. März 2026 eine Einmalzahlung für das Jahr 2025 beschlossen — als verfassungsrechtlich gebotene Maßnahme zur Sicherstellung einer amtsangemessenen Alimentation. Die Beträge werden rückwirkend mit einer der nächsten Besoldungszahlungen ausgezahlt:

  • Besoldungsgruppen A 5 bis A 8: 800 €
  • Alle übrigen Besoldungsgruppen ab A 9: 500 €
  • Anwärterinnen und Anwärter: 250 €
  • Teilzeitbeschäftigte erhalten den Betrag anteilig

Voraussetzung ist, dass im Jahr 2025 Dienstbezüge zugestanden haben. Die Gesamtbelastung für den Landeshaushalt beträgt rund 59,6 Millionen Euro, die durch vorhandene Haushaltsmittel gedeckt sind.

Was steckt hinter der Einmalzahlung?

Die Einmalzahlung ist keine freiwillige Leistung, sondern eine direkte Reaktion auf die Fortentwicklung der Verfassungsrechtsprechung. Das Bundesverfassungsgericht hatte im September 2025 in seinem Urteil zur Berliner Besoldung seine Anforderungen an eine amtsangemessene Alimentation weiterentwickelt. Niedersachsen reagiert darauf mit einer zweigleisigen Strategie: zuerst die Einmalzahlung für 2025, dann die systemgerechte Übertragung des Tarifergebnisses in einem separaten Gesetzgebungsverfahren.

Klares Bekenntnis zur vollständigen Übertragung

Anders als Bayern, das die Erhöhung um sechs Monate verzögert, steht Niedersachsen klar zur zeitgleichen Übertragung. Finanzminister Heere betonte ausdrücklich, das Tarifergebnis werde „in voller Höhe, ohne Abschläge“ übertragen. Das bedeutet: Niedersächsische Beamte profitieren wie die große Mehrheit der Bundesländer bereits ab dem 1. April 2026 von der Gehaltserhöhung.

Wie viel mehr bekomme ich konkret?

Wie sich die Erhöhung auf dein persönliches Nettogehalt auswirkt, hängt von Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe, Familienstand und Steuerklasse ab. Im Besoldungsrechner Niedersachsen kannst du das schnell nachrechnen.

→ Zum Besoldungsrechner Niedersachsen

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