Pressemitteilung des Ministeriums für Finanzen Baden-Württemberg vom 16.02.2026
Baden-Württemberg – Besoldungsanpassung 2026–2028 Pressemitteilung des Finanzministeriums Baden-Württemberg, 16. Februar 2026
Nach der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) hat Finanzminister Dr. Danyal Bayaz angekündigt, das Ergebnis zeitgleich und systemgerecht auf Beamte und Richter zu übertragen. Das Finanzministerium bereitet dazu ein Gesetzgebungsverfahren vor.
Geplante Besoldungserhöhungen
- ab 01.04.2026: +2,8 %, mindestens 100 € monatlich
- ab 01.03.2027: weitere +2,0 %
- ab 01.01.2028: weitere +1,0 %
- Laufzeit des Tarifvertrags: November 2025 bis Januar 2028 (27 Monate)
Wer ist betroffen? In Baden-Württemberg sind rund 84.000 Tarifbeschäftigte unmittelbar vom Abschluss betroffen. Mittelbar gilt die Übertragung für rund 194.000 Landesbeamte sowie ca. 154.000 Versorgungsempfänger.
Finanzielle Auswirkungen Die Gesamtkosten für den Landeshaushalt belaufen sich für die Jahre 2026 bis 2028 auf rund 3,6 Milliarden Euro. Für 2026 wurde im laufenden Doppelhaushalt bereits Vorsorge getroffen. Die Folgejahre müssen jeweils neu finanziert werden, was den finanziellen Spielraum des Landes einschränken wird.
Weitere Verbesserungen im Tarifabschluss Neben den Gehaltserhöhungen wurden auch Verbesserungen für bestimmte Gruppen vereinbart: Die Schicht- und Wechselschichtzulagen steigen ab Juli 2026 deutlich an. Auszubildende erhalten ab April 2026 monatlich 60 Euro mehr, ab 2027 nochmals 60 Euro. Zudem wird eine Abschlussprämie von 500 Euro für Auszubildende mit guten oder sehr guten Noten eingeführt.
