Berufe – Lehrer

Bildung & Schule Lehramt / Sonderpädagogik / Berufsschule Besoldung A12 – A15

Lehrer / Lehrerin werden 2026 – Schularten, Gehalt, Laufbahn und Quereinstieg

Der Lehrberuf zählt zu den wichtigsten und bekanntesten Beamtenlaufbahnen in Deutschland. Rund 800.000 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen — von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe, von der Förderschule bis zur Berufsschule für technische Berufe.

Auf dieser Seite erfährst du alles Wichtige: Welche Schularten es gibt, welche Voraussetzungen du brauchst, was du verdienst — und wo ein Quereinstieg aus der Wirtschaft besonders gut funktioniert.

Auf einen Blick
Einstiegsbesoldung
A12 – A13
Aufstieg bis
A14 / A15
Mindestabschluss
Staatsexamen / Master
Dienstherr
Bundesland
Quereinstieg
Gut möglich (Berufsschule)

Schularten & Berufsbild

„Lehrer“ ist kein einheitlicher Beruf — die Laufbahn hängt stark von der Schulart ab. Je nach Schulform unterscheiden sich Studium, Besoldung, Einstiegsvoraussetzungen und die Möglichkeit zum Quereinstieg erheblich. Die folgende Übersicht zeigt alle relevanten Schularten.

Grundschule

Klassenlehrerprinzip, Klassen 1–4. Breites Fächerspektrum, enger Kontakt zu Eltern und Kindern.

Besoldung: A12–A13
Haupt- / Realschule

Klassen 5–10, Fachunterricht in 2–3 Fächern. Praxis- und berufsvorbereitende Ausrichtung.

Besoldung: A12–A13
Gymnasium

Klassen 5–12/13, Abitur. Fachlich anspruchsvoll, Unterricht in der Regel 2 Fächer.

Besoldung: A13–A14
Berufsschule – gewerblich-technisch

Duale Ausbildung + Fachtheorie. Ingenieure, Handwerksmeister und Techniker mit Berufserfahrung besonders gesucht.

Besoldung: A12–A13  ·  Quereinstieg möglich!
Berufsschule – kaufmännisch

BWL, Rechnungswesen, Wirtschaft. Kaufleute, Betriebswirte und Banker mit Praxiserfahrung werden als Quereinsteiger gesucht.

Besoldung: A12–A13  ·  Quereinstieg möglich!
Sonderpädagogik / Förderschule

Unterricht für Kinder mit Förderbedarf (Lernen, Sprache, Verhalten, körperl. Beeinträchtigungen). Hohe gesellschaftliche Bedeutung.

Besoldung: A13–A14

Hinweis: Die genauen Bezeichnungen der Schularten, die Besoldungsgruppen beim Einstieg und die Strukturen der Studiengänge variieren je nach Bundesland. In einigen Ländern (z.B. Bayern, Baden-Württemberg) gibt es eigene Lehrämter; andere Länder haben Schulformen zusammengelegt.

Voraussetzungen & Studium

Der klassische Weg ins Lehramt führt über ein Lehramtsstudium und anschließendes Referendariat. Je nach Schulart dauert dieser Weg 5–7 Jahre. Für Quereinsteiger gibt es gesonderte Programme — dazu mehr in Block 6.

Lehramt Grundschule / Primarstufe
  • Abitur oder Fachhochschulreife
  • Bachelor + Master Lehramt (6–8 Semester)
  • Referendariat (18 Monate)
  • Erstes und Zweites Staatsexamen
  • Deutsche Staatsangehörigkeit (Ausnahmen möglich)
Lehramt Gymnasium
  • Abitur (Notendurchschnitt je nach Fach)
  • Master of Education oder Staatsexamen (9–10 Semester)
  • Referendariat (18–24 Monate)
  • Zweites Staatsexamen
  • Zwei Unterrichtsfächer
Lehramt Berufsschule
  • Abitur oder FH-Reife + Studium Berufspädagogik
  • Master of Education Berufsbildung (9–10 Semester)
  • Referendariat (18 Monate)
  • Oder: Quereinstieg mit Berufsabschluss + Praxis (s. Block 6)
Lehramt Sonderpädagogik
  • Abitur
  • Master Sonderpädagogik (9–10 Semester)
  • Zwei sonderpäd. Fachrichtungen + ein Unterrichtsfach
  • Referendariat (18–24 Monate)
  • Empathie und psychische Belastbarkeit
Bewerbung & Einstellung

Die Einstellung läuft über die Schulbehörden der Bundesländer (z.B. Kultusministerium, Regierungspräsidien). Einstellungstermine sind in der Regel zum 1. Februar und 1. August. Bewerber können Wunschregionen angeben; die Zuteilung erfolgt je nach Bedarf und Notendurchschnitt im Zweiten Staatsexamen.

Besoldung & Gehalt 2026

Das Gehalt von Lehrerinnen und Lehrern richtet sich nach der Besoldungsordnung des jeweiligen Bundeslandes. Mit der Besoldungsrunde 2026 steigen die Gehälter um +2,8 % ab April 2026 in den meisten Bundesländern.

Die Besoldungsgruppe hängt von der Schulart ab. Während Gymnasium und Berufsschule bundesweit einheitlich mit A13 besoldet werden, ist die Grundschulbesoldung derzeit im Wandel: Viele Bundesländer befinden sich in einem Stufenplan von A12 nach A13 — einige haben diesen Schritt bereits vollzogen, andere noch nicht.

Gruppe A — bereits A13

Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen

Gruppe B — Stufenplan läuft

NRW (A13 ab Aug. 2026), Bayern (A13 ab 2028), Hessen (A13 ab 2028), Sachsen-Anhalt (schrittweise)

Gruppe C — weiterhin A12

Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland — noch kein beschlossener Wechsel auf A13.

Besoldungsgruppe Schulart / Verwendung Stufe 1 (Brutto, ca.) Endstufe (Brutto, ca.)
A12 Grundschule / Realschule in BW, RLP, Saarland (Gruppe C) — sowie Übergangsstufe in Gruppe-B-Ländern ca. 3.700 € ca. 4.600 €
A13 Grundschule / Realschule (Gruppe-A-Länder), Gymnasium bundesweit, Berufsschule bundesweit, Sonderpädagogik ca. 4.300 – 4.700 €* ca. 5.200 – 5.600 €*
A14 Beförderungsstelle Gymnasium / Sonderpädagogik, Fachbereichsleitung ca. 4.700 € ca. 5.700 €
A15 Studiendirektor/-in, stellvertretende Schulleitung ca. 5.200 € ca. 6.200 €
A16 Schulleitung größerer Schulen (je nach Bundesland) ca. 5.600 € ca. 6.700 €

* Hinweis A13: Die Euro-Beträge der Stufe A13 variieren je nach Bundesland — sie liegen beim Einstieg zwischen ca. 4.300 € (niedrige Besoldungsländer) und ca. 4.700 € (z.B. Bayern, Hamburg). Für genaue Werte nutze den Rechner deines Bundeslandes. Angestellte Lehrkräfte erhalten analog E12 (in A12-Ländern) oder E13 (in A13-Ländern) nach TV-L.

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Laufbahn & Aufstieg

Die Lehrerlaufbahn ist klar gegliedert — der Stufenaufstieg erfolgt automatisch nach Dienstjahren, während Beförderungen in Funktionsstellen (Fachbereichsleitung, Schulleitung) von Leistung und Eignung abhängen.

Beispiel: In Baden-Württemberg steigen Gymnasiallehrer in A13 ein und können nach ca. 4–6 Jahren eine Beförderungsstelle (A14) erhalten. Schulleitungsstellen werden öffentlich ausgeschrieben.

Studium
Lehramtsstudium Bachelor + Master

6–10 Semester je nach Schulart und Bundesland. Erstes Staatsexamen oder Master of Education als Abschluss. Kein Gehalt, aber BAföG oder Stipendien möglich.

Berufsstart
Referendariat (Vorbereitungsdienst)

18–24 Monate an Schule + Studienseminar. Anwärterbezüge je nach Bundesland ca. 1.400–1.600 € netto. Abschluss mit dem Zweiten Staatsexamen.

Einstieg in den Schuldienst
Verbeamtung auf Probe → Lebenszeit (A12–A13)

Nach der Probezeit (ca. 2–3 Jahre) erfolgt die Verbeamtung auf Lebenszeit. Der Stufenaufstieg innerhalb der Besoldungsgruppe erfolgt automatisch alle 2–3 Jahre.

Nach ca. 4–8 Jahren
Beförderungsstelle / Funktionsamt (A13–A14)

Übernahme von Funktionsaufgaben: Fachbetreuung, Koordination, Beratungslehrertätigkeit. Besoldungsgruppe steigt entsprechend.

Leitungsebene
Schulleitung / Studiendirektion (A15–A16)

Stellvertretende Schulleitung (A15) oder Schulleiterstellen (A15/A16) werden öffentlich ausgeschrieben. Erreichbar nach herausragenden Beurteilungen und Führungserfahrung.

Tipp: Die genauen Beförderungsvoraussetzungen und Wartezeiten sind je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Informiere dich direkt beim zuständigen Kultusministerium oder Staatlichen Schulamt über die Bedingungen in deiner Region.

Quereinstieg in den Lehrberuf

Der Lehrberuf ist eines der wenigen Beamtenfelder, in dem Quereinstiege aus der Wirtschaft strukturell und in großem Umfang stattfinden — besonders an Berufsschulen. Der Fachkräftemangel hat dazu geführt, dass viele Bundesländer aktiv Fachleute aus der Praxis werben. Auch allgemeinbildende Schulen öffnen sich zunehmend für Seiteneinsteiger.

Warum gerade der Lehrberuf für Quereinsteiger attraktiv ist:
  • Struktureller Lehrermangel in fast allen Bundesländern — besonders MINT, Technik, Pflege, IT, Wirtschaft
  • Praxiswissen aus der Industrie ist an Berufsschulen ausdrücklich erwünscht
  • Verbeamtung nach einer Bewährungszeit häufig möglich
  • Attraktive Work-Life-Balance (Ferien, Planbarkeit) im Vergleich zur Wirtschaft
  • Langfristige Einkommenssicherheit durch Beamtenstatus
Gewerblich-technische Berufsschule

Ingenieure, Techniker, Meister aus Elektrotechnik, Maschinenbau, IT, Bau, KFZ, Mechatronik — werden als Quereinsteiger aktiv gesucht.

Typischer Weg: Studienreferendariat berufsbegleitend oder Direkteinstieg als Tarifbeschäftigter → Verbeamtung nach Bewährung
Kaufmännische Berufsschule

Banker, Kaufleute, Betriebswirte, Controller, Steuerberater — mit Berufserfahrung und Hochschulabschluss möglich.

Typischer Weg: Masterstudium Wirtschaftspädagogik berufsbegleitend oder Quereinstiegsprogramm des Landes
Allgemeinbildende Schule (Seiteneinsteiger)

Akademiker mit Masterabschluss in einem Mangelfach (Mathematik, Physik, Informatik, Musik) können in einigen Ländern direkt einsteigen.

Typischer Weg: Direkteinstieg mit begleitendem Vorbereitungsdienst (verkürzt) → Verbeamtung
Pflege & Gesundheitsberufe

Pflegefachkräfte, Physiotherapeuten, Erzieher mit Berufserfahrung können an Berufsschulen für Gesundheitsberufe einsteigen.

Typischer Weg: Berufsbegleitendes Studium Berufspädagogik oder Qualifizierungsprogramm

Welche Qualifikation aus der Wirtschaft passt wohin?

Qualifikation / Beruf aus der Wirtschaft Passende Schulart Quereinstieg-Chance
Ingenieur (E-Technik, Maschinenbau, IT, Bau) Berufsschule gewerblich-technisch ★★★ Sehr gut
Meister / Techniker (Handwerk, Industrie) Berufsschule gewerblich-technisch ★★★ Sehr gut
Banker / Kaufmann / BWL-Absolvent Berufsschule kaufmännisch ★★★ Sehr gut
Informatiker / Software-Entwickler Berufsschule IT / allgemeinbildend (Informatik) ★★★ Sehr gut
Mathematiker / Physiker / Chemiker (Master) Gymnasium (Seiteneinsteiger MINT) ★★ Gut (je nach Land)
Pflegefachkraft / Physiotherapeut Berufsschule Gesundheit & Pflege ★★ Gut (je nach Land)
Jurist / Steuerberater / Wirtschaftsprüfer Berufsschule kaufmännisch / Gymnasium ★★ Eingeschränkt

Hinweis: Die konkreten Quereinstiegsprogramme, Vergütungsmodelle und Verbeamtungsvoraussetzungen variieren erheblich zwischen den Bundesländern. Informiere dich direkt beim Kultusministerium deines Wunschlandes — viele Länder haben eigene Portale und Stellenbörsen für Quereinsteiger.

Lehrerbesoldung im Bundesländer-Vergleich

Ein reiner Bruttogehalts-Vergleich zwischen den Bundesländern greift zu kurz. Entscheidend sind zusätzlich die Grundschul-Eingangsbesoldung (A12 oder A13), die Familienzulage (besonders für Familien mit Kindern ein erheblicher Unterschied) sowie das Weihnachtsgeld. Die folgende Tabelle gibt dir den vollständigen Überblick über alle 16 Bundesländer.

Grundschule: A13 bereits umgesetzt A12→13 Stufenplan läuft A12 noch kein Beschluss Familienzulage: ●●●●● sehr hoch  →  ●○○○○ niedrig
Bundesland Grundschule Gymnasium /
Berufsschule
Familien-
zulage ▲
Quereinstieg-
Programm
Karriere
Baden-Württemberg A12 A13 ●●●●○ ✓ Ja ↗ Infos
Bayern A12→13 * A13 ●●●●● ✓ Ja ↗ Infos
Berlin A13 A13 ●●○○○ ✓ Aktiv gesucht ↗ Infos
Brandenburg A13 A13 ●●●○○ ✓ Ja ↗ Infos
Bremen A13 A13 ●●●○○ ✓ Ja ↗ Infos
Hamburg A13 A13 ●●●○○ ✓ Ja ↗ Infos
Hessen A12→13 ** A13 ●●●○○ ✓ Ja ↗ Infos
Mecklenburg-Vorpommern A13 A13 ●●●○○ ✓ Ja ↗ Infos
Niedersachsen A13 A13 ●●●●○ ✓ Ja ↗ Infos
Nordrhein-Westfalen A12→13 *** A13 ●●●●● ✓ Aktiv gesucht ↗ Infos
Rheinland-Pfalz A12 A13 ●●●○○ ✓ Ja ↗ Infos
Saarland A12 A13 ●●○○○ ~ Eingeschränkt ↗ Infos
Sachsen A13 A13 ●●●○○ ✓ Ja ↗ Infos
Sachsen-Anhalt A12→13 **** A13 ●●●○○ ✓ Ja ↗ Infos
Schleswig-Holstein A13 A13 ●●●○○ ✓ Ja ↗ Infos
Thüringen A13 A13 ●●○○○ ✓ Ja ↗ Infos

▲ Familienzulage-Skala (●●●●● bis ●○○○○) bewertet die Höhe des Kinderzuschlags relativ im Bundesländervergleich — insbesondere ab dem 3. Kind. Alle Angaben Richtwerte, Stand März 2026.
* Bayern: Stufenplan seit 2024. Aktuell A12 + Zulage, volle A13-Eingruppierung ab 2028.
** Hessen: Stufenplan seit 2023. 2026: 60 % der Differenz als Zulage, volle A13-Erreichung 2028.
*** NRW: A12 + Zulage 460 €. Gesetzliche Vollüberführung in A13 zum 1. August 2026.
**** Sachsen-Anhalt: Schrittweiser Übergang zu A13, genaue Zeitplanung beim Landesschulamt erfragen.
Gymnasium und Berufsschule: bundesweit einheitlich A13 — Euro-Beträge weichen je nach Land leicht ab. Alle Angaben Richtwerte, Stand März 2026.

Weihnachtsgeld (Jahressonderzahlung) — drei Systeme im Überblick

Separate Einmalzahlung

Am Jahresende ein sichtbarer Extra-Eingang:

  • Bayern — 65–70 % eines Monatsgehalts + Kinderzuschläge (bundesweit am großzügigsten)
  • Berlin — 900–1.550 € + 50 € je Kind
  • Bremen — 710–1.500 € (nur Verbeamtung vor 2006)
  • Mecklenburg-Vorp. — 29–40 % eines Monatsgehalts
  • Niedersachsen — 500–1.200 € + starke Kinderzuschläge
  • Sachsen-Anhalt — 400–600 € Festbetrag
  • Schleswig-Holstein — 660 € + 400 € je Kind (bis A10)
In Monatsbezüge integriert

Kein Extra-Eingang — stattdessen dauerhaft höheres Grundgehalt:

  • Baden-Württemberg — +4,17 % auf Grundgehalt
  • Brandenburg — integriert + 21 € monatl. Pauschale
  • Hamburg — vollständig eingepreist
  • Hessen — 5 % des Grundgehalts monatlich extra
  • NRW — Hauptteil integriert, kleine Restbeträge
  • Rheinland-Pfalz — seit 2009 integriert
  • Bund — in Bundesbesoldung eingebaut
Kein Weihnachtsgeld

Das einzige Bundesland ohne jede Form von Weihnachtsgeld:

  • Sachsen — ersatzlos gestrichen 2011. Neue monatliche Sonderzahlungen zur Einhaltung der verfassungsgemäßen Alimentation wurden eingeführt, ersetzen aber kein klassisches Weihnachtsgeld.

Trend 2026 — A13 für alle: Das historische Prinzip „kleine Kinder = kleineres Gehalt“ bricht bundesweit auf. Gewerkschaftlicher Druck (GEW, VBE) und anhaltender Lehrermangel treiben die Angleichung voran. Für Berufseinsteiger und Quereinsteiger bedeutet das: Schulart und Bundesland haben beim Grundgehalt immer weniger Einfluss — dafür spielen Weihnachtsgeld, Familienzulage und regionale Lebenshaltungskosten beim Vergleich eine umso größere Rolle.

Häufige Fragen zum Lehrerberuf 2026

Das hängt stark von Bundesland, Schulart und Erfahrungsstufe ab. Ein Gymnasiallehrer (A13, Stufe 3) verdient in Bayern ca. 3.150 € netto, in Baden-Württemberg ca. 3.050 €. Grundschullehrer liegen je nach Bundesland bei A12 oder bereits bei A13 — mit entsprechend niedrigeren oder gleichen Nettowerten. Mit Familienzuschlag (verheiratet, 2 Kinder) kommen schnell weitere 400–600 € netto hinzu.
In den meisten Bundesländern ja — die Verbeamtung von Lehrkräften ist nach wie vor der Regelfall. Voraussetzungen sind in der Regel das Zweite Staatsexamen, deutsche Staatsangehörigkeit (mit Ausnahmen für EU-Bürger) und das Einhalten der Höchstaltersgrenze (meist 40–45 Jahre). Einzelne Länder verbeamten auch Quereinsteiger nach einer Bewährungszeit.
Der Unterschied beträgt in der Stufe 3 je nach Bundesland zwischen 600 und 800 € brutto — netto also ca. 350–500 € mehr pro Monat. Ob du als Grundschullehrkraft in A12 oder A13 eingruppiert wirst, hängt vom Bundesland ab. Bayern, NRW, Berlin und viele andere sind auf A13 umgestiegen oder befinden sich auf dem Weg dorthin.
Verbeamtete Lehrer erhalten nach 40 Dienstjahren bis zu 71,75 % ihres letzten Grundgehalts als monatliche Pension. Bei A13/Endstufe entspricht das ca. 3.800 € brutto monatlich — lebenslang, ohne eigene Einzahlungen in die Rentenkasse. Dazu bleibt der Beihilfeanspruch im Ruhestand erhalten.
Ja — über den sogenannten Quereinstieg. Besonders an Berufsschulen werden Ingenieure, Kaufleute, IT-Fachkräfte und Handwerksmeister aktiv gesucht. An Gymnasien gibt es in Mangelfächern (Mathematik, Physik, Informatik) in einigen Bundesländern ebenfalls direkte Einstiegsprogramme für Akademiker mit Masterabschluss. Informationen zu Quereinstiegsprogrammen findest du direkt beim Kultusministerium deines Wunschlandes.
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