Berufe – Polizeibeamter

Polizei & Justiz Mittlerer / Gehobener / Höherer Dienst Besoldung A7 – A16

Polizeibeamter werden 2026 – Voraussetzungen, Gehalt und Laufbahn

Der Beruf des Polizeibeamten gehört zu den bekanntesten und gefragtesten Beamtenlaufbahnen in Deutschland. Rund 300.000 Polizeibeamte sorgen bundesweit für die öffentliche Sicherheit — in unterschiedlichsten Bereichen von der Schutzpolizei über die Kriminalpolizei bis hin zu Spezialeinheiten.

Auf dieser Seite erfährst du alles was du wissen musst: Welche Voraussetzungen du brauchst, was du verdienst, wie die Laufbahn aufgebaut ist und welche Möglichkeiten es für Quereinsteiger gibt.

Auf einen Blick
Einstiegsbesoldung
A7 – A9
Aufstieg bis
A13 / A16
Mindestabschluss
Realschulabschluss
Dienstherr
Bundesland / Bund
Quereinstieg
Eingeschränkt möglich

Berufsbeschreibung & Alltag

Polizeibeamte üben Hoheitsaufgaben aus — sie sind befugt Personen anzuhalten, zu kontrollieren und festzunehmen. Der Dienst ist abwechslungsreich, aber auch physisch und psychisch fordernd. Schichtdienst, Wochenenddienst und Bereitschaft gehören zum Alltag.

Je nach Laufbahn und Verwendung sieht der Alltag sehr unterschiedlich aus. Im Streifendienst bist du nah an der Bevölkerung, bei der Kriminalpolizei ermittelst du Straftaten, in der Bereitschaftspolizei bist du bei Großlagen im Einsatz.

Schutzpolizei

Streifendienst, Einsatzzüge, Verkehrsüberwachung, erster Ansprechpartner für Bürger.

Kriminalpolizei

Ermittlungen bei Straftaten, Spurensicherung, Vernehmungen, Observationen.

Spezialeinheiten

SEK, MEK, Verhandlungsgruppe — besondere körperliche und mentale Anforderungen.

Bundespolizei / BKA

Grenzschutz, Bahnpolizei, Terrorismusbekämpfung, internationale Zusammenarbeit.

Voraussetzungen & Bewerbung

Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Laufbahn und Bundesland. Grundsätzlich gilt: Je höher die angestrebte Laufbahn, desto höher die Bildungsvoraussetzungen.

Mittlerer Dienst (A7–A9)
  • Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss + Ausbildung
  • Deutsche Staatsangehörigkeit (Ausnahmen möglich)
  • Mindestalter 16 Jahre, Höchstalter ca. 30–35 Jahre
  • Körperliche Eignung (Sporttest, Sehtest)
  • Psychologischer Eignungstest
  • Keine Vorstrafen
Gehobener Dienst (A9–A13)
  • Abitur oder Fachhochschulreife
  • Deutsche Staatsangehörigkeit (Ausnahmen möglich)
  • Mindestalter 18 Jahre, Höchstalter ca. 35–40 Jahre
  • Sporteignungstest (Bundesland-spezifisch)
  • Psychologischer Eignungstest
  • 3-jähriges Bachelorstudium an der Polizeihochschule
Bewerbungsprozess

Die Bewerbung läuft direkt über das jeweilige Landespolizeipräsidium oder die Bundespolizei. Die meisten Bundesländer nehmen Bewerbungen online entgegen. Einstellungstermine sind meist zum 1. März oder 1. September.

Besoldung & Gehalt 2026

Das Gehalt eines Polizeibeamten richtet sich nach der Besoldungsordnung des jeweiligen Bundeslandes — die Werte unterscheiden sich teils erheblich. Mit der Besoldungsrunde 2026 steigen die Gehälter um +2,8 % ab April 2026 in den meisten Bundesländern.

Die folgende Tabelle zeigt typische Besoldungsgruppen im Polizeidienst. Die konkreten Dienstbezeichnungen, Einstiegsgruppen und Stufenverläufe können je nach Bundesland abweichen — einige Länder haben eigene Stellenhebungen vorgenommen oder den mittleren Dienst bereits abgeschafft.

Besoldungsgruppe Typische Verwendung Stufe 1 (Brutto, ca.) Endstufe (Brutto, ca.)
A7 Einstieg mittlerer Dienst (nicht alle Länder) ca. 2.700 € ca. 3.200 €
A9 Mittlerer Dienst / Einstieg gehobener Dienst ca. 3.100 € ca. 3.700 €
A11 Gehobener Dienst, nach Beförderung ca. 3.600 € ca. 4.300 €
A13 Gehobener / Höherer Dienst, Führungsebene ca. 4.300 € ca. 5.200 €

Hinweis: Die Tabelle zeigt Richtwerte auf Basis der Besoldungstabellen 2026. Dienstbezeichnungen und Einstiegsgruppen variieren je nach Bundesland — einige Länder (z.B. Baden-Württemberg) haben Stellenhebungen vorgenommen, andere den mittleren Dienst bereits abgeschafft. Für genaue Werte nutze den Rechner deines Bundeslandes.

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Laufbahn & Aufstieg

Die Polizeilaufbahn ist klar strukturiert — wer gute Beurteilungen bekommt und Führungsqualitäten zeigt, kann innerhalb weniger Jahre aufsteigen. Die genauen Dienstbezeichnungen und Besoldungsgruppen beim Einstieg unterscheiden sich je nach Bundesland.

Beispiel: In Baden-Württemberg beginnt die Laufbahn im mittleren Dienst mit dem Polizeiobermeister (A8), im gehobenen Dienst mit dem Polizei- oder Kriminaloberkommissar (A9). Andere Bundesländer haben den mittleren Dienst bereits vollständig abgeschafft und steigen direkt im gehobenen Dienst ein.

Einstieg
Polizeianwärter (Ausbildung / Studium)

2–3 Jahre Ausbildung oder Bachelorstudium an der Polizeihochschule. Anwärterbezüge je nach Bundesland zwischen ca. 1.300 € und 1.600 € netto.

Nach der Ausbildung
Einstieg in den aktiven Dienst (A7–A9, je nach Land)

Die Einstiegsbesoldungsgruppe hängt vom Bundesland und der Laufbahn ab. Der Stufenaufstieg erfolgt automatisch alle 2–3 Jahre nach Dienstzeit.

Nach ca. 5–10 Jahren
Beförderung nach Eignung und Leistung (A9–A11)

Übernahme erster Führungsaufgaben möglich. Wer den Aufstieg in den gehobenen Dienst anstrebt, kann ein Aufstiegsstudium absolvieren.

Führungsebene
Gehobener / Höherer Dienst (A12–A14)

Führungspositionen in Dienststellen und Ermittlungsbereichen. Erreichbar über Aufstiegsstudium oder direkter Einstieg mit Masterabschluss.

Höherer Dienst
Leitende Positionen (A15–A16 / B-Besoldung)

Behördenleitung, Abteilungsleitung. Erreichbar für Beamte mit herausragenden Leistungen und entsprechender Qualifikation.

Tipp: Die genauen Einstiegsgruppen, Dienstbezeichnungen und Aufstiegsmöglichkeiten erfährst du beim Einstellungsberater deines Bundeslandes — oder direkt auf der Karriereseite des jeweiligen Landespolizeipräsidiums.

Quereinstieg in den Polizeidienst

Ein klassischer Quereinstieg in den Polizeivollzugsdienst ist nicht möglich — die Ausbildung oder das Studium an der Polizeihochschule ist Pflicht. Es gibt jedoch spezielle Laufbahnen für Fachkräfte aus der Privatwirtschaft:

IT-Spezialisten

Informatiker und IT-Sicherheitsexperten können als Tarifbeschäftigte bei der Polizei einsteigen und werden teilweise nach einer Probezeit verbeamtet. Besonders bei Cybercrime-Einheiten gesucht.

Verwaltungsbeamte

Wer bereits Beamter in der Verwaltung ist, kann in bestimmten Bundesländern in den Polizeiverwaltungsdienst wechseln — ohne erneute Ausbildung.

Medizinische Fachkräfte

Ärzte und Psychologen werden als Polizeiärzte oder psychologische Berater eingestellt — oft direkt als Beamte im höheren Dienst.

Hinweis: Die Regelungen zum Quereinstieg unterscheiden sich stark je nach Bundesland. Informiere dich direkt beim zuständigen Landespolizeipräsidium über aktuelle Möglichkeiten.

Polizeibesoldung im Bundesländer-Vergleich

Ein reiner Bruttogehalts-Vergleich zwischen den Bundesländern führt in die Irre. Wer wirklich wissen will, wo er am Ende des Monats am besten dasteht, muss drei weitere Faktoren einbeziehen: Freie Heilfürsorge (keine eigene PKV notwendig), Weihnachtsgeld (nicht in allen Ländern als Einmalzahlung — teils in Monatsbezüge umgewandelt, teils als Festbetrag) und die Höhe der Familienzulage (besonders für Familien mit Kindern entscheidend).

Legende: ✓ Ja vorhanden ~ Eingeschränkt ✗ Nein Familienzulage: ●●●●● sehr hoch  →  ●○○○○ niedrig
Bundesland Freie
Heilfürsorge
PKV
erforderlich?
Familien-
zulage ▲
Rechner /
Tabellen
Karriere
Baden-Württemberg ✓ Ja ✗ Nein ●●●●○ Rechner ↗ Infos
Bayern ~ Eingeschränkt * ~ Ab Lebenszeit ●●●●● Rechner ↗ Infos
Berlin ~ Eingeschränkt ~ Je nach Laufbahn ●●○○○ Rechner ↗ Infos
Brandenburg ~ Wahlmodell ** ~ Wahlabhängig ●●●○○ Rechner ↗ Infos
Bremen ✓ Ja ✗ Nein ●●●○○ ↗ Tabellen ↗ Infos
Hamburg ✓ Ja ✗ Nein ●●●○○ Rechner ↗ Infos
Hessen ✗ Nein ✓ Ja (PKV) ●●●○○ ↗ Tabellen ↗ Infos
Mecklenburg-Vorpommern ✓ Ja ✗ Nein ●●●○○ ↗ Tabellen ↗ Infos
Niedersachsen ✓ Ja ✗ Nein ●●●●○ Rechner ↗ Infos
Nordrhein-Westfalen ✓ Ja ✗ Nein ●●●●● Rechner ↗ Infos
Rheinland-Pfalz ~ Eingeschränkt *** ~ Meist Ja (PKV) ●●●○○ ↗ Tabellen ↗ Infos
Saarland ✗ Nein ✓ Ja (PKV) ●●○○○ ↗ Tabellen ↗ Infos
Sachsen ✓ Ja ✗ Nein ●●●○○ ↗ Tabellen ↗ Infos
Sachsen-Anhalt ✓ Ja ✗ Nein ●●●○○ ↗ Tabellen ↗ Infos
Schleswig-Holstein ✓ Ja **** ✗ Nein ●●●○○ ↗ Tabellen ↗ Infos
Thüringen ✗ Nein ✓ Ja (PKV) ●●○○○ ↗ Tabellen ↗ Infos
Bundesebene
Bundespolizei (BPOL) ✓ Ja ✗ Nein ●●●○○ Bundesbesoldung ↗ Infos

▲ Familienzulage-Skala (●●●●● bis ●○○○○) bewertet die Höhe des Kinderzuschlags relativ im Bundesländervergleich — insbesondere ab dem 3. Kind. Alle Angaben Richtwerte, Stand März 2026.
* Bayern: FHF gilt während Ausbildung + Einsatzstufe BePo (ca. 24 Monate); PKV erforderlich spätestens ab Verbeamtung auf Lebenszeit.
** Brandenburg: Wahlmodell — Beamte können zwischen FHF und Beihilfe + PKV wählen.
*** Rheinland-Pfalz: Grundsätzlich Beihilfe + PKV; FHF nur für Bereitschaftspolizei.
**** Schleswig-Holstein: Teils Wahlrecht zwischen FHF und Beihilfe. Verbindliche Auskünfte erteilt dein Dienstherr.

Was das für dein effektives Jahresgehalt bedeutet — ein Beispiel

Ein Land mit niedrigerem Bruttogehalt kann im Gesamtpaket deutlich besser abschneiden — wenn Freie Heilfürsorge, Weihnachtsgeld und eine hohe Familienzulage hinzukommen. Das folgende Beispiel zeigt dies für einen verheirateten Beamten mit 3 Kindern:

Land A — hohes Brutto, keine FHF, kein Weihnachtsgeld
Bruttogehalt mtl.3.380 €
PKV-Beitrag mtl.− ca. 250 €
Familienzulage mtl.+ ca. 300 €
Weihnachtsgeld (÷ 12)0 €
Effektiv mtl.ca. 3.430 €
Land B — niedrigeres Brutto, FHF, Weihnachtsgeld, hohe Familienzulage
Bruttogehalt mtl.3.220 €
PKV-Beitrag mtl.0 € (FHF!)
Familienzulage mtl.+ ca. 430 €
Weihnachtsgeld (÷ 12)+ ca. 133 €
Effektiv mtl.ca. 3.783 €

Ergebnis: Obwohl Land B ein um 160 € niedrigeres Bruttogehalt hat, ergibt sich durch Heilfürsorge, Weihnachtsgeld und höhere Familienzulage ein effektiver monatlicher Vorteil von ca. 350 € — das sind über 4.000 € im Jahr. Für Familien mit Kindern kann die Wahl des Bundeslandes damit finanziell sehr entscheidend sein.

Weihnachtsgeld (Jahressonderzahlung) — drei Systeme im Überblick

Das Weihnachtsgeld ist bei Beamten bundesweit nicht einheitlich geregelt — jedes Bundesland entscheidet selbst. Die Regelung gilt berufsübergreifend: Polizei, Lehrer und Verwaltungsbeamte erhalten im selben Bundesland dieselbe Jahressonderzahlung. Für den Gehaltsvergleich zwischen den Ländern ist das entscheidend.

Separate Einmalzahlung

Am Jahresende ein sichtbarer Extra-Eingang:

  • Bayern — 65–70 % eines Monatsgehalts + Kinderzuschläge (bundesweit am großzügigsten)
  • Berlin — 900–1.550 € + 50 € je Kind
  • Bremen — 710–1.500 € (nur Verbeamtung vor 2006)
  • Mecklenburg-Vorp. — 29–40 % eines Monatsgehalts
  • Niedersachsen — 500–1.200 € + starke Kinderzuschläge
  • Sachsen-Anhalt — 400–600 € Festbetrag
  • Schleswig-Holstein — 660 € + 400 € je Kind (bis A10)
In Monatsbezüge integriert

Kein Extra-Eingang — stattdessen dauerhaft höheres Grundgehalt:

  • Baden-Württemberg — +4,17 % auf Grundgehalt
  • Brandenburg — integriert + 21 € monatl. Pauschale
  • Hamburg — vollständig eingepreist
  • Hessen — 5 % des Grundgehalts monatlich extra
  • NRW — Hauptteil integriert, kleine Restbeträge
  • Rheinland-Pfalz — seit 2009 integriert
  • Bund / Bundespolizei — in Bundesbesoldung eingebaut
Kein Weihnachtsgeld

Das einzige Bundesland ohne jede Form von Weihnachtsgeld:

  • Sachsen — ersatzlos gestrichen 2011. Neue monatliche Sonderzahlungen zur Einhaltung der verfassungsgemäßen Alimentation wurden eingeführt, ersetzen aber kein klassisches Weihnachtsgeld.

Hinweis: Alle Angaben sind Richtwerte, Stand März 2026. Die genauen Beträge können je nach Besoldungsgruppe und Familienstand abweichen. Verbindliche Auskünfte erteilt dein Dienstherr.

Freie Heilfürsorge — der unterschätzte Gehaltsbestandteil

Die Freie Heilfürsorge (FHF) bedeutet, dass der Dienstherr die Krankheitskosten vollständig übernimmt. Polizeibeamte in diesen Ländern müssen keine eigene private Krankenversicherung abschließen und zahlen auch keine Beihilfe-Ergänzung. Gegenüber Ländern ohne FHF entspricht das einem monatlichen Kostenvorteil von typischerweise 200–300 € für Alleinstehende — bei Familien kann der Unterschied noch größer ausfallen, da Familienangehörige separat versichert werden müssen.

Hinweis: Auch in Heilfürsorge-Ländern wird meist ein kleiner Prozentsatz vom Bruttogehalt einbehalten (in der Regel 1,3 % bis 1,8 %). Die Pflegepflichtversicherung muss immer selbst getragen werden — unabhängig vom System.

Volle Heilfürsorge

Von Ausbildung bis Pension, keine PKV nötig:

  • Baden-Württemberg
  • Bremen
  • Bundespolizei
  • Hamburg
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein *

* Teils Wahlrecht zwischen FHF und Beihilfe

Eingeschränkte Heilfürsorge

Nur für bestimmte Phasen oder Laufbahnen:

  • Bayern — Ausbildung + Einsatzstufe BePo; PKV ab Verbeamtung auf Lebenszeit
  • Berlin — abhängig von Dienstgrad und Laufbahn
  • Brandenburg — Wahlmodell zwischen FHF und Beihilfe + PKV
  • Rheinland-Pfalz — grundsätzlich PKV; Ausnahme Bereitschaftspolizei
Keine Heilfürsorge

Vom ersten Tag an Beihilfe + PKV erforderlich:

  • Hessen — seit 2014 abgeschafft
  • Saarland
  • Thüringen
Checkliste: Was du beim Berufsstart in einem Heilfürsorge-Land beachten solltest
  • Pflegepflichtversicherung abschließen — diese ist auch bei FHF selbst zu zahlen
  • Anwartschaftsversicherung prüfen — sichert den günstigen PKV-Wiedereinstieg nach dem Dienst (z.B. Pension)
  • Heilfürsorge-Abzug im Gehaltsrechner berücksichtigen (1,3 %–1,8 % vom Bruttogehalt)
  • Wahlleistungen im Krankenhaus (Einbettzimmer, Chefarzt) oft nicht abgedeckt — ggf. Zusatzversicherung sinnvoll
  • Bei Familienangehörigen prüfen ob eine eigene Absicherung nötig ist — FHF gilt nur für den Beamten selbst

Trend 2026: Mehrere Bundesländer haben die Heilfürsorge zuletzt wieder attraktiver gestaltet, um dem Personalmangel entgegenzuwirken. Informiere dich daher immer direkt beim zuständigen Dienstherrn über den aktuellen Stand.

Häufige Fragen zum Polizeibeamten 2026

Das hängt stark vom Bundesland und der Laufbahn ab. Ein Polizeibeamter (A9, Stufe 3) verdient in NRW ca. 2.650 € netto — dank Freier Heilfürsorge ohne PKV-Abzug. In Bayern (eingeschränkte FHF) sind es ca. 2.550 € netto. Mit Schichtzulage, Nachtdienstausgleich und Familienzuschlag kann das Netto schnell 300–500 € höher liegen.
Landespolizisten sind Beamte des jeweiligen Bundeslandes, Bundespolizisten Beamte des Bundes. Das Gehalt richtet sich beim Bund nach der Bundesbesoldungsordnung, bei den Ländern nach der jeweiligen Landesbesoldung. Die Unterschiede sind moderat, können aber je nach Bundesland bis zu 200 € netto monatlich ausmachen. Die Heilfürsorge ist bei der Bundespolizei standardmäßig gewährt.
Die Höchstaltersgrenze liegt je nach Bundesland und Laufbahn zwischen 30 und 40 Jahren. Für den mittleren Dienst ist sie meist niedriger (ca. 30–33 Jahre), für den gehobenen Dienst und Spezialstellen (z.B. IT, Medizin) bis zu 40 Jahre. Im Einzelfall gibt es Ausnahmeregelungen — informiere dich direkt beim zuständigen Landespolizeipräsidium.
Das ist bundeslandabhängig. In Baden-Württemberg, NRW, Hamburg, Niedersachsen und weiteren Ländern haben Polizeibeamte während des aktiven Dienstes Anspruch auf Freie Heilfürsorge — der Dienstherr übernimmt 100 % der Krankheitskosten. In Bayern und Hessen gilt dies nur eingeschränkt oder gar nicht. Im Ruhestand wechseln alle Polizeibeamten in die Beihilfe.
Ja, ein Wechsel zur Kriminalpolizei ist nach einigen Jahren im Vollzugsdienst in der Regel möglich und wird intern ausgeschrieben. Voraussetzung sind gute dienstliche Beurteilungen und in vielen Ländern ein Auswahlverfahren. Manche Bundesländer bieten auch einen Direkteinstieg in die Kriminalpolizei nach dem Bachelorstudium an der Polizeihochschule an.
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