Die Fronten im öffentlichen Dienst der Länder verhärten sich. Auch die zweite Verhandlungsrunde im Januar 2026 in Potsdam brachte kein Ergebnis. Hier sind die wichtigsten Fakten für alle Beschäftigten und Beamten:
Der aktuelle Stand
Die Gewerkschaften (ver.di und dbb) haben das erste „Angebot“ der Arbeitgeberseite (Tarifgemeinschaft deutscher Länder – TdL) scharf zurückgewiesen. Während die Gewerkschaften von einer „Verkennung der Lage“ sprechen, verweisen die Länder-Finanzminister auf extrem enge finanzielle Spielräume.
Die Forderungen vs. Arbeitgeber-Position
- Gewerkschaften: Fordern 7 % mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro (Sockelbetrag) bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Nachwuchskräfte sollen 200 Euro mehr erhalten.
- Arbeitgeber: Fordern deutlich geringere Erhöhungen bei einer wesentlich längeren Laufzeit. Die 300-Euro-Mindestforderung wird abgelehnt, da man eine „Stauchung“ der Gehaltstabellen und Probleme bei der späteren Übertragung auf die Beamtenbesoldung befürchtet.
Warum das für Beamte wichtig ist
Die Arbeitgeber argumentieren bereits jetzt mit den hohen Kosten, die durch die anstehende Anpassung der Beamtenbesoldung (aufgrund von Urteilen des Bundesverfassungsgerichts) entstehen. Das zeigt: Der Tarifabschluss wird die direkte Blaupause für die nächste Besoldungsanpassung sein.
Wie geht es weiter?
Da eine zeitnahe Einigung unwahrscheinlich ist, müssen wir uns auf eine Ausweitung der Warnstreiks einstellen. Betroffen sind vor allem Unikliniken, der Straßenräumdienst und tarifbeschäftigte Lehrkräfte.
Nächster Termin: Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar 2026 in Potsdam angesetzt.
